Derby Time in Rempesgrün. Gegen die SpG VfB Auerbach/ TSG Brunn ging es am heutigen Sonntag und wenn der Gegner Spieler aus der Oberliga einfliegt, weiß man: Man wird ernst genommen. Und unsere Mannschaft hat bewiesen, dass sie sich davon keineswegs einschüchtern lässt. Es entwickelte sich ein rassiges, schnelles, von Kampf und Leidenschaft geprägtes Spiel mit Chancen auf beiden Seiten. Glück hatten wir als K. Hampf einen seiner berüchtigten Weitschüsse an die Latte knallte. Unsere Abschlüsse vom Mann mit dem DIN – genormten Scheitel und Dong konnte der Torwart entschärfen Hier war der Klassenunterschied im Tor erkennbar. Die Abschlüsse unserer Offensivabteilung waren teilweise von der Sorte, bei denen ein Kreisliga-Torwart bestenfalls die Flugbahn bewundern kann. In der 28. Minute schlug es ein. Timo Schneider zeigte sein ganzes Können und es stand 0-1. Aber gleich zwei Minuten später der Ausgleich. Das Tor entstand aus einer taktischen Meisterleistung, die manche Experten auch als „ordentlich nach vorne bolzen“ bezeichnen würden. Der Ball wurde weit geschlagen, JF8 nahm ihn perfekt mit und schickte den Torwart mit einem frechen Lupfer auf die Suche nach dem Ball. Der wiederum hatte längst den Weg ins Tor gefunden. So war auch der Halbzeitstand. Die zweite Halbzeit war ein Spiegelbild- viele rassige Duelle mit mehr Ballbesitz für die SpG aber dem Chancenplus auf unserer Seite. Nicht nur einmal rauften sich die Anhänger des FSV die Haare. In der 69. Minute die Führung. Im Mittelfeld gewann unser Konditionswunder den Ball. Was danach passierte, lässt sich schwer erklären, ohne den Begriff „Naturereignis“ zu bemühen. Vier Gegenspieler wurden nacheinander eingesammelt und entsorgt. Irgendwann stand er im Strafraum und hatte die Wahl: selbst schießen oder Großzügigkeit demonstrieren. Er entschied sich für Letzteres und legte auf den völlig freien IS9 ab. Der Ball landete im Netz, und die gegnerische Abwehr sah aus, als hätte sie gerade eine Bedienungsanleitung auf Finnisch gelesen. Leider hielt die Führung nur 8 Minuten. Timo Schneider mit seinem zweiten Sehenswerten Treffer und nochmal 7 Minuten später mit seinem dritten Treffer drehte die Partie. Der Oberligaspieler war bei unserer Verteidigung eigentlich komplett abgemeldet. Allerdings scheint er über eine sehr kreative Form der Anwesenheit verfügt zu haben. Anders sind drei Tore kaum zu erklären. Wir wollten den Ausgleich und warfen alles nach vorn. ein Konter in der 6. Minute der Nachspielzeit brachte aber leider die Entscheidung. Das Ergebnis: 2:4. Die Botschaft: Diese Mannschaft hat heute alles auf dem Platz gelassen. Grätschen, Sprints, Zweikämpfe – da war mehr Herz drin als in manchem Liebesfilm. Super Leistung!!