Spielbericht VFC Reichenbach - FSV Rempesgrün
Auswärtsspiel an der schönen Aussicht, zu Gast beim Tabellenzweiten. Mirko zurück aus dem Urlaub und unser Co-Trainer stieß verspätet zur Mannschaft, da ihn überraschenderweise noch sein Beruf in Anspruch nahm. Manchmal vergisst man im Amateurfußball, dass es neben der taktischen Ausrichtung auch noch so Nebensächlichkeiten wie den Lebensunterhalt gibt. Wir trafen auf ein Spielfeld von beeindruckenden Ausmaßen. Wer hier einen Fehlpass spielt, muss sich anschließend beim zuständigen Katasteramt melden. Die erste Halbzeit war ein sehr kurzweiliges Spiel das wir weitgehend im Griff hatten. Allein Poppi hatte zwei Pfostenschüsse, die einmal von Max und einmal von Dong vorbereitet wurden. Allerdings kam auch der Gegner zweimal gefährlich vor unser Tor. Das erinnerte uns daran, dass selbst ein gemütlicher Nachmittag im Liegestuhl gelegentlich durch einen Wespenbesuch unterbrochen wird. Auch unsere Eckbälle sorgten heute für reichlich Betrieb vor dem gegnerischen Tor. Die Flanken kamen scharf herein, die Abwehr geriet ins Schwimmen und der Torhüter musste sich mit Dingen beschäftigen, die deutlich über entspanntes Ballfangen hinausgingen. Nach dem Seitenwechsel wurde unsere spielerische Überlegenheit noch deutlicher. Der Gegner durfte zwar weiterhin mitspielen, bekam aber zunehmend das Gefühl, bei einer Vorführung versehentlich im Bild zu stehen. In der 57. Minute die verdiente Führung. Nach einer abgewehrten Ecke kommt der Ball zu Jaco, der zieht ab- der Schuss wird geblockt und 3 Wetter Taft-Luis bekommt das Spielgerät- Schuss – Bumm. Rempes drückte und mehrfach war unser Torjubel gedanklich bereits vorbereitet, die Arme halb erhoben und die erste Getränkebestellung innerlich aufgegeben. Dann kam der Gästetorwart und machte aus der ganzen Angelegenheit wieder eine sachliche Diskussion. Rempes war überlegen und überstand die kurze Druckphase der Gastgeber in den 80- er Minuten. Den Deckel drauf machte Jaco in der 88. Minute. Einer Hereingabe von SlimShady konnte der Abwehrchef der Reichenbacher nicht klären und unsere Nr. 9 verwandelte eiskalt. In der 90. Musste unsere Fette raus. Er lief, kämpfte und arbeitete, bis die Muskulatur schließlich den Dienst quittierte. Angesichts seiner körperlichen Erscheinung war das ein wenig so, als würde bei einem Klappfahrrad die Federung versagen. Ärgerlich, aber technisch durchaus erklärbar. Und auch ein Sonderlob an die Wismut. Mit gerade einmal 19 Jahren dirigierte er die Defensive, als hätte er persönlich die letzten zehn Jahre den Laden abgeschlossen. Stellungsspiel, Übersicht und Ruhe – da durfte man kurz vergessen, dass andere in dem Alter noch überlegen, ob sie zum Training überhaupt die richtigen Schuhe eingepackt haben. Eine starke Mannschaftsleistung brachte den Erfolg- hoffen wir das es so weitergeht.
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