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Spielbericht Elsterberger BC-FSV Rempesgrün

Zu Gast beim Elsterberger BC. Die Anreise war lang. Sehr lang. So lang, dass man irgendwann anfängt, Landschaften wiederzuerkennen, die man gar nicht kennt. Irgendwann fährt man an einem Baum vorbei und denkt: „Den hatten wir doch vorhin schon.“ Hatten wir nicht. Aber zu diesem Zeitpunkt war das auch egal. Irgendwann kamen wir an. Warum, wusste zu diesem Zeitpunkt keiner mehr so genau. Aber wir hatten Fußballschuhe dabei, also musste es wohl einen Grund geben. Die Marschroute war klar- wir gehen drauf und versuchen die spielerische und kämpferische Leistung des vorigen Spieltages zu wiederholen. Kleiner Spoiler – klappte nicht. Auf dem riesigen Platz kam der Gastgeber deutlich besser zurecht und hatte in den ersten 25 Minuten schon die eine oder andere Großchance. Unsere wieder mal neu formierte Abwehr hatte Schwerstarbeit und öfter hörte man eine Dampflok auf der Außenbahn. Beim ersten Gegentor in der 34. Minute kam es zu einer interessanten Wechselwirkung zwischen Mensch und Infrastruktur. Dong konnte erst retten und fiel dann gegen den Torpfosten. Andere Mannschaften versuchen, den Gegner aus dem Gleichgewicht zu bringen. Wir haben stattdessen das Tor neu ausgerichtet. Leider hat es nichts gebracht. Der Pfosten stand danach zwar woanders, aber der Gegner führte trotzdem. So ging es auch in die Pause. Die zweite Halbzeit brachte keine Veränderung. Der Gegner blieb überlegen, wir blieben tapfer und irgendwo zwischen Mittellinie und Strafraum entwickelte sich eine Art sportliche Wohngemeinschaft. Der Gegner hatte den Ball, wir durften zuschauen. In der 53. Minute das 2-0. Ein wunderbar ausgespielter Konter wurde uns zum Verhängnis. Die blau-weißen versuchten jetzt etwas nach vorn zu spielen aber der Gegner war besser. Nicht ein bisschen besser. Schon so besser, dass man irgendwann den Eindruck bekam, wir hätten uns heimlich darauf geeinigt, ihnen den Ball zu überlassen. Sie hatten Chancen. Viele Chancen. Wir hatten drei im gesamten Spiel.- Drei-. Das ist jetzt keine Zahl, bei der man nervös werden muss. Drei ist übersichtlich. Drei ist eine angenehme Menge. Drei Personen können zusammen einen Tisch tragen oder Skat spielen. Drei Chancen reichen allerdings eher für einen Ausflug zum Tor als für einen Fußballnachmittag. Gut- man könnte sagen der Ausflug hat sich gelohnt, man kann aber auch lügen. Also – nächste Woche gibt s etwas gut zu machen. Das sind wir unseren wieder mal zahlreich angereisten Anhängern schuldig.

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Veröffentlichung

So, 20. September 2026

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